Versailler Vertrag scheidemann

Philipp Scheidemanns Hoffnungen auf mildernde Umstände blieben unerfüllt. Deutschlands aus der Revolution hervorgegangener Reichskanzler hielt die auf der Pariser Friedenskonferenz vereinbarten Beschlüsse für unannehmbar. “Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legte?”, fragte der Sozialdemokrat. Damit brachte Scheidemann, der am 9. November 1918 in Berlin die Republik ausgerufen hatte, die weit verbreitete Stimmung in der Heimat auf den Punkt. Der Friedensvertrag erwies sich als schwere Hypothek für die gerade erst entstehende Demokratie. Nachdem sich auch nach langen Beratungen im Kabinett keine Einigung über Annahme oder Ablehnung des Friedensvertrages abzeichnete, erklärte Scheidemann am 19. Juni 1919 aus Protest gegen die Bedingungen des Friedensvertrages seinen Rücktritt. Ihm schlossen sich der Aussenminister Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau und der Justizminister Otto Landsberg an, was das Ende des bestehenden Kabinetts bedeutete.

Am 28. Juni 1919 unterzeichneten deutsche Unterhändler in Versailles den Friedensvertrag. Sein Ziel: ein Deutschland, vor dem seine Nachbarn sicher sind. In Bildern. www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw27-kalenderblatt-versailler-vertrag-650500 1 | Informiere dich auf der Karte oben über den Versailler Vertrag. Verfasse anhand der Informationen einen Text, in dem du die wichtigsten Punkte des Friedensvertrags (in 5 bis 6 Sätzen) zusammenfasst. Am 28. Juni 1919 wurde der Friedensvertrag im Schloss Versailles bei Paris ohne die Unterschrift des zurückgetretenen Regierungschefs Scheidemann besiegelt. Aber auch so unterzeichnete Deutschland nur unter Protest, nachdem die Kriegsgewinner mit dem Einmarsch ihrer Truppen gedroht hatten.

Das Rheinland war ohnehin schon seit dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 besetzt. Wegen der harten Bedingungen war der Versailler Vertrag in der deutschen Wahrnehmung ein “Diktatfrieden”. Der Marburger Historiker Eckart Conze hält diesen Vorwurf im DW-Interview für “zweifellos” berechtigt. Die Deutschen seien an den Friedensverhandlungen nicht beteiligt gewesen und hätten an der Ausgestaltung des Vertrags keinen Anteil gehabt. Im Namen der DNVP erklärte der Theologe D. Dr. Gottfried Traub: „Unser Volk steht vor der letzten Entscheidung über die Besiegelung des deutschen Elends. Einmütig hat die deutschnationale Fraktion beschlossen, der Ratifizierung des vorliegenden Friedensvertrags zu widersprechen. Wir sind uns der Folgen einer Ablehnung voll bewusst. Gerade darum lehnen wir die Verantwortung für diesen Friedensvertrag ab. Wehrlos geben wir uns in die Hände der Feinde.“ Am 28.

Juni 1919 wird nach vier Jahren Weltkrieg der Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet. 10.000 Menschen kamen nach Paris – alle mit anderen Vorstellungen. mehr „Der uns zur Ratifikation vorgelegte Friedensvertrag entspricht nicht den Grundsätzen des die Völker verbindenden christlichen Geistes. Er ist das Ergebnis einer uns über den Friedensschluss verfolgenden Unversöhnlichkeit. Er mutet dem deutschen Volke ein wahrheitswidriges Schuldbekenntnis zu, er fordert eine Auslieferung deutscher Männer, die mit Ehrgefühl und deutschem Rechte unvereinbar ist. Er nimmt uns deutsches Land in West und Ost, er raubt uns alle unsere mit deutschem Gut und Blut entwickelten Kolonien und fügt diesem Raube noch den Vorwand und Schimpf kolonisatorischer Unfähigkeit zu.

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